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Freunde von Nouna e.V.
Partnerschaft mit Burkina Faso

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Projekte
Solarenergie für lokale Gesundheitszentren Drucken E-Mail
Solarpanels
Von Seiten des Gesundheitsdistriktes wurde der Wunsch an uns herangetragen, primäre Gesundheitszentren in der ländlichen Region Nouna mit Solarstromversorgung und Kühlschränken für Impfstoffe auszustatten.


Dies würde eine durchgehende Beleuchtung und damit die Möglichkeit der medizinischen Versorgung bei Nacht sowie die sichere Lagerung von hitzeempfindlichen Impfstoffen ermöglichen. So könnte letztendlich die lokale Gesundheitsversorgung nachhaltig verbessert werden.
Da ein solches Projekt erhebliche finanzielle Mittel erfordert, entschieden wir uns, keine breitangelegte Spendenaktion zu starten, sondern öffentliche Fördermittel einzuwerben. Auf der Suche nach geeigneten Fördermöglichkeiten stießen wir auf eine Ausschreibung des Ministerium für Umwelt und Verkehr des Landes Baden-Württemberg. Im Rahmen des Programms "Lokale Agenda 21" werden Projekte, die den Programmzielen (u.a. Umweltschutz, nachhaltige Entwicklung) dienen, gefördert. Da dies auf das geplante Solarprojekt zutraf, bewarben wir uns um die Mittel und stellten einen Projektantrag. Nach einigen Wochen erhielten wir die gute Nachricht, dass der Antrag positiv entschieden wurde und unser Projekt mit einer größeren Summe gefördert werden kann.
Nachdem Angebote mehrerer Anbieter von Solarsystemen und Kühlschränken eingeholt wurden, fiel die Entscheidung schließlich auf eine Firma, die alle Komponenten (Solarzellen, Batterien, Spezialkühlschränke) im Komplettpaket anbietet und bereits in Mali und anderen afrikanischen Ländern zahlreiche Projekte durchgeführt hat. Es zeigte sich, dass die Fördermittel für die Ausstattung von fünf Gesundheitszentren ausreichen. Welche Zentren dies im einzelnen sind, wurde bereits vom Gesundheitsdistrikt Nouna entschieden. Die Komponenten sind bestellt und auch der Transport sowie die Zollformalitäten bereits organisiert.
Es wurden Kontakte mit einer Firma in Ougadougou geknüpft, welche die Installation sowie die Schulung der Mitarbeiter in den Zentren sowie von Personen, welche Wartungsarbeiten sowie kleinere Reparaturen vornehmen können, durchführen kann. Generell sind alle Komponenten möglichst wartungsfrei ausgewählt worden und es besteht auch eine mehrjährige Herstellergarantie auf die Solarzellen.
Die Installation der Systeme und die Schulung der Mitarbeiter ist im Dezember 2004 abgeschlossen worden. Bei der Durchführung vor Ort hat uns Teriya Gnuman bzw. der Gesundheitsdistrikt Nouna tatkräftig unterstützt. Bis auf ein Solarpanel (das ersetzt wird) ist das komplette Material heil vor Ort angekommen.
Ein positiver Abschluss dieses Vorhabens wäre ein großer Erfolg für alle Beteiligten. Insbesondere würde es potentiellen Förderern (z.B. staatlichen Stellen oder Stiftungen) zeigen, dass unser Verein auch größere Projekte erfolgreich durchführen kann und dass sich die Förderung unserer Arbeit lohnt: Deshalb wollen wir auch, nach der Durchführung des Projektes die Öffentlichkeit ausführlich darüber informieren.
 
Brunnenbau in Cissé Drucken E-Mail
BrunnenIm Frühjahr 2004 konnte der Ende 2002 begonnene Bau des Brunnens in Cissé erfolgreich beendet werden.




Nachdem es zwischenzeitlich zu Unstimmigkeiten mit dem zunächst beauftragten "Projet Puits" gekommen war, wurden lokale private Brunnenbauer beauftragt. In Handarbeit wurde ein ca. 42m tiefer Brunnen gegraben und mit einer Betonumrandung und Metallabdeckung versehen. Auch das unmittelbare Areal um den Brunnen wurde aus hygienischen Gründen betoniert. Dank der geschickten Vermittlung von Teriya Gnuman konnten teilweise auftretende Schwierigkeiten geklärt, sowie Interessenskonflikte auch zwischen verschiedenen Gruppen in Cissé erfolgreich beigelegt werden, so dass der Brunnen nun fertiggestellt und bereits in Betrieb ist. Zudem klärte Teriya Gnuman die Bewohner von Cissé über die Notwendigkeit des Sauberhaltens des Brunnens und seiner Umgebung zur Erhaltung einer guten Wasserqualität auf.

Unser Mitglied Manuela De Allegri konnte während ihrer Dienstreise nach Nouna im Mai den Brunnen mit Vertretern von Teriya Gnuman besuchen und sich von seiner Funktionsfähigkeit überzeugen. Eine feierliche Einweihung des Brunnens soll im Dezember 2004 durch den 1.Vorsitzenden Heiko Becher gemeinsam mit dem Vorsitzenden von Teriya Gnuman Luc Konaté erfolgen.
 
Schweinezucht-Projekt Drucken E-Mail
SchweinezuchtZiel des Projektes ist zum einen, den Behinderten eine wirtschaftliche Aktivität zu ermöglichen, zum anderen die Versorgung mit Schweinefleisch in Nouna zu verbessern.



Die Organisation körperlich Behinderter « Association pour le développement solidaire » um Jean Chrysostome Traoré trat Ende 2004 mit der Idee an uns heran, eine Schweinezucht aufzubauen. Ziel des Projektes ist zum einen, den Behinderten eine wirtschaftliche Aktivität zu ermöglichen, zum anderen die Versorgung mit Schweinefleisch in Nouna zu verbessern.


Wir entschieden uns für eine Förderung in Form eines „Mikrokredites“. Dies bedeutet, dass wir eine Anschubförderung bereitstellen, von der ein Teil an unseren Partner Teryia Gnuman zurückgezahlt werden muss. Das Projekt ist mittlerweile schnell vorangeschritten. Ein Stall wurde gebaut und Ende 2005 fertiggestellt. Es wurde eine spezielle Kreuzung zweier Schweinerassen durchgeführt, die erste Ferkelgeneration ist gewachsen und erste Schweine wurden bereits verkauft. Die Fütterung erfolgt mit Abfällen aus der lokalen Produktion von Dolo („Hirsebier“), die kostengünstig erworben werden können.


Der Kredit kann aller Voraussicht nach zeitgerecht zurückgezahlt werden und die Organisatoren des Projektes planen eine Expansion mit weiteren Stallgebäuden.
 
Hühnerzucht-Projekt Drucken E-Mail
Hühnerzucht
Wir unterstützen die Fraueninitiative Laïdou beim Aufbau einer Hühnerzucht. Ziel der Gruppe ist, die Eier der Hühner zu verkaufen, so dass sich das Projekt langfristig selbst tragen kann.


Von Laïdou wurde uns eine detaillierte Projektskizze vorgelegt, mit der wir nach einigen Änderungen (z. Bsp. Verkleinerung der Zahl der Hühner) voll einverstanden waren. Es gibt in Nouna bereits ein Gebäude für die Hühner und auch mit einem Tierarzt wurde schon Kontakt aufgenommen. Geplant ist, dass sich das Projekt nach etwa zwei Jahren selbst tragen kann. Wir entschieden uns, Laïdou sowohl einen Zuschuss als auch einen "Anschubkredit" zu geben. Der letztere soll, falls das Projekt sich tatsächlich eigenfinanzieren kann, nach zwei Jahren an Teriya Gnuman zurückgezahlt werden, und kann dann von diesem Verein zur Projektarbeit verwendet werden.

Durch dieses Vorhaben erhoffen wir uns zum einen die Stärkung kleiner Geschäftsideen, insbesondere von Frauen, welche langfristig zur Schaffung von Arbeitsplätzen und Einkommen führen. Zum anderen kann dieses spezielle Projekt, der Verkauf von Eiern, dazu beitragen, die Ernährungssituation in Nouna zu verbessern. Die Teilförderung als Kredit gibt einen zusätzlichen Ansporn zur erfolgreichen Durchführung und könnte, sollte sie sich als praktikabel erweisen, sicher auch bei zukünftigen Projekten zur Anwendung kommen.
 
Schule in Koussiri Drucken E-Mail
Schule Koussiri
In Koussiri, einem kleinen Dorf in der Nähe von Nouna, besteht seit einigen Jahren ein Alphabetisierungsprojekt für Jugendliche und Erwachsene.



Dieses Projekt wurde schon seit längerem durch Engagement von Frau Rosemarie Kempers, einer seit fast dreißig Jahren in Nouna lebenden Deutschen, mitinitiiert und privat unterstützt. Sie trat nun an uns mit der Bitte heran, das Projekt im größeren Rahmen zu fördern. Um noch weitere Klassen unterrichten zu können, war das Ziel, zwei weitere Unterrichtsgebäude und ein Sportgelände zu bauen, sowie die Gebäude mit Solarsystemen und Lampen auszustatten, um Unterricht auch bei Dunkelheit zu ermöglichen.


Durch eine großzügige Spende des Lions Club Heidelberg-Altstadt sowie durch zwei Spendenaktionen von Privatpersonen, die den Erlös dankenswerterweise dem Projekt zur Verfügung stellten, wurden die nötigen Maßnahmen ermöglicht. Der Bau, der mit Beteiligung der Dorfgemeinschaft durchgeführt wird, soll voraussichtlich im Mai/Juni 2006 abgeschlossen sein. Zusätzliche Lehrkräfte werden ebenfalls von der Dorfgemeinschaft finanziert.
 
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